TRANSATLANTIK: (Ost / West) Teneriffa – Martinique
Törnbeschreibung
ATLANTIKÜBERQUERUNG (Ost nach West) San Miguel/Teneriffa nach Fort de France/Martinique
Von einer Überquerung des atlantischen Ozeans träumt jeder Segler früher oder später einmal. Mit uns wird dieser Traum vom Abenteuer zur Realität. Wir starten zur selben Zeit wie die „Atlantic Rally for Cruisers“ (ARC) und segeln begleitend mit dem Regattafeld. Unser Starthafen „San Miguel“ auf der Kanareninsel Teneriffa ist für den Absprung auf einen transatlantischen Hochseetörn optimal gelegen. Dort bunkern wir unsere Vorräte, stauen die Seesäcke und bringen den Göttern nach seemännischem Brauch ein Opfer dar, um uns dann dem scheinbar unendlichen Blauwasser des Atlantiks zu übergeben. Mit vom Wind gefüllten Segeln und ca. 2800 Seemeilen vor dem Bug steuern wir unsere Yacht in die Kanaren-Strömung, einem Ausläufer des Golfstroms, und lassen uns in süd-westlicher Richtung in offenes Wasser tragen. Mit Eintritt in die nord-östlichen Passatwinde des nordatlantischen Windsystems schieben uns achterliche Winde auf Schmetterlingskurs immer weiter Richtung Westen. Die lange und oft meterhohe Atlantikdünung rollt hinter unserem Heck heran und lässt uns durch ihre Täler und über ihre Kämme gleiten.
Die Atlantiküberquerung schenkt uns aufregende Stunden des Segelns durch Wind und See. Wir genießen Blauwasser in allen erdenklichen Farbschattierungen, blutrote Sonnenuntergänge und ungetrübte nächtliche Sternenhimmel, verwehende Gischt über der rollenden See, knarrende Schoten und das Lied des Windes im Rigg oder leise plätschernde Bugwellen unter den Füßen beim Sonnen im Bugkorb, selbst geangelten Hochseefisch mit einem Spritzer Zitrone, Im-Cockpit-liegen und Sich-von-den-Wellen-wiegen-lassen. Kurz: Wir werden der Natur, dem Meer und dem Segeln ganz nahe sein. Das ist, was man nur bei der Überquerung eines großen Ozeans erlebt und was wahre Seglerherzen höher schlagen lässt.
Nach ca. 3 Wochen im endlosen Blauwasser, tauchen am westlichen Horizont die grünen Berge und die mit Palmen bewachsenen Strände der karibischen Inseln St. Lucia und Martinique auf. Wir umschiffen die Nordspitze der Insel St. Lucia, wobei man in der Ferne den Anblick von am Riff brechenden Wellen und tropischem Regenwald genießen kann. Auf der Nordwestseite St. Lucia laufen wir dann in die Rodney Bay ein und lassen nach ca. 2800 Seemeilen über den meist kilometertiefen Atlantik unseren Anker auf Grund.
Nach einem Aufenthalt auf St. Lucia in der Rodney Bay geht unsere Reise weiter nach Martinique. Unser Ziel ist die Marina Etang Z‘ Abricot in Fort de France, dort können wir dann nach unserem ermessen verweilen bis zum Törnende.
Die letzten Abenteuer auf unserer Erde sind die Meere und Ozeane
Für den Seemann ist das Meer keine Sache, für ihn ist es ein Wesen, dem man mit Respekt und Liebe begegnen muß. Wie recht er hat, erlebst du besonders beim Segeln. Wenn die Küste hinter der Kimm versinkt, sind die persönlichen Sorgen vergessen, es zählt nur noch die See, der Wind, das Schiff und die Crew. Wenn die Sonne aus dem Meer taucht, wenn du den Wind auf dem Gesicht, das Spiel der Wellen fühlst, wenn du die schwimmenden Inseln siehst, wirst du dich selbst und die „Zeit“besser begreifen.
Wenn du fernab vom Touristenrummel in einer der schönen Buchten ankerst, wird in dir eine Seite klingen, die du bisher nicht kanntest. Wenn das Schiff mit deiner Mithilfe mit dem vom Wind gefüllten Segeln durch die See rauscht, werden die Begriffe Unabhängigkeit und Freiheit für dich einen neuen Aspekt erhalten. Fahrten-/Blauwassersegeln muss kein Leistungssport sein, es ist vielmehr sinnvolle sportliche Betätigung, verbunden mit intensivem Naturerlebnis.
Körper, Geist und Psyche erholen sich ohne hektische und krampfartige Bemühungen ganz von allein. In der Mehrzahl der Tage zieht das Schiff ruhig seine Bahn. Es ist dies die Zeit, wo sich jeder „sein Plätzchen“ sucht, die Zeit der guten Gespräche, die Zeit, in der man gemeinsam darüber nachdenkt, was der nächste Tag bringen soll. Es gibt jedoch auch Tage mit spiegelglatter See, wo man das Schiff nur mit dem Motor bewegen kann; es gibt Tage, da taucht der Bug krachend in die See und schickt Schauer von Seewasser über das Deck. Es gibt wunderbare Nächte, an denen niemand daran denkt zu schlafen; es gibt Nächte, in denen das Schiff unruig am Anker zerrt und der Regen auf das Deck prasselt; und es gibt auch Pannen. Kurz gesagt, kein Tag ist wie der andere.
Eines allerdings gibt es fast ohne Ausnahme: Gemütlichkeit und das Gefühl eines erfüllten Tages.
Empfohlene An- und Abreise:
Empfolene Anreise:
Vom Flughafen Teneriffa Süd (Reina Sophia): Dieser ist nur 10 km von der Marina „Puerto San Miguel“ entfernt und mit dem Taxi bequem in ca. 10 – 15 min zu erreichen. Mögliche alternative Anreise zum Flughafen Teneriffa Nord (Los Rodeos). Die Fahrt dorthin nimmt jedoch ca. 1 Std. in Anspruch. Für beide Flughäfen lassen sich auch online private Shuttleunternehmen buchen. Außerdem verkehren zwischen den Flughäfen regelmäßig öffentliche Busse (Linie 343).
Empfohlene Abreise:
Vom Flugafen „Le Lamentin“ von Fort de France auf Martinique. Von dort aus starten täglich 4 bis 5 Direktflüge zu den französischen Flughäfen Paris. Die Flugdauer beträgt ca. 9 Stunden. Flüge werden von Air France, Air Caraibes, Corsairfly, Lavel usw. angeboten. Von Paris starten regelmäßig Anschlußflüge zu nahezu allen europäischen Flughäfen, alternativ mit dem Zug nach und von Paris. Flüge gibt es auch von Frankfurt und München mit der Condor.
Die Flugpreise können sich deutlich verringern um so eher ihr bucht.
Gerne beraten und unterstützen wir Euch bei der Organisation der An- und Abreise.